von der kletterpflanze zum osterkranz

Einmal hatten wir Besuch in unserem Garten:
„Oh, ihr habt Schlingknöterich – habt ihr euch das auch gut überlegt?!?“

Vor einigen Jahren waren wir auf der Suche nach einer möglichst schnell wachsenden Kletterpflanze um den Schuppen auf unserer Parzelle zu verschönern. Und jetzt wissen wir: Schlingknöterich ist eine SEHR schnell wachsende Pflanze (bis zu 8 m Triebzuwachs im Jahr)!
Schon im ersten Jahr hatte er das Dach erreicht und hing in wunderschönen Kaskaden vor der Fassade. Allerdings hatte er auch den benachbarten Kirschbaum genutzt um noch höher hinaus zu kommen… Ab diesem Zeitpunkt haben wir eingegriffen, da wir wussten, dass Schlingknöterich schwer zu bändigen ist und an Hausfassaden auch schon mal Regenfallrohre erwürgt.

 

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Seitdem schneiden wir den Schlingknöterich im Frühjahr ordentlich zurück, was ihm überhaupt nicht schadet, da er innerhalb weniger Wochen nach dem Austrieb Fassade und Dach wieder erobert hat!
Und es ist nicht schwer ihn in Schach zu halten, da er eine Rankhilfe braucht. Wenn diese genug Abstand zu Bauteilen und Pflanzen hat, die nicht verschlungen werden sollen, klappt es sehr gut.

Die Ranken, die beim Schnitt anfallen, sehen toll aus, da der Knöterich sich auch um sich selbst schlingt und dadurch richtige „Kordeln“ bildet. Dieser Schnittabfall eignet sich hervorragend für die Frühlingsdekoration.

 

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Für den Kranz habe ich eine stärkere Ranke genommen und damit das Grundgerüst gebunden, dann einfach Ranke für Ranke darum gewickelt, bis der Kranz immer dicker geworden ist. Das lässt sich nur mit den frisch geschnittenen Ranken machen. Ich habe festgestellt, dass getrocknete Triebe sehr spröde werden und einfach brechen sobald sie gebogen werden. Da die frischen Ranken aber unglaublich biegsam sind, kommt der Kranz ganz ohne Draht oder andere Hilfsmittel aus.

 

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In Kombination mit den fröhlichen Osterglocken wirkt der Schlingknöterich-
Kranz besonders schön!

 

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Wir sind begeistert von dem schlingenden, sagenhaft schnell wachsenden und sehr pflegeleichten, wunderschönen Fassadengrün! Da wir auf den Knöterich aufpassen und ihn regelmäßig im Zaum halten, haben wir keine Probleme mit ihm.

Im Sommer kommt dann auch mal ein Bild der grünen Kaskaden, die der Knöterich bildet. Jetzt müsst ihr erstmal mit den Osterglocken vorliebnehmen…

 

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Und um auf die Frage des Besuchs zurück zu kommen: „JA! wir haben es uns gut überlegt und möchten den Knöterich nicht mehr missen!“

Welche Erfahrungen habt ihr mit Schlingknöterich gemacht? Seid ihr auch so begeistert von dieser Kletterpflanze oder eher froh, dass ihr ihn nicht im Garten habt?


 

2 Comments

  • Christa 10. März 2016 at 9:03

    Als Sichtschutz hatte ich Schlingenknöterich für meine Holzwand auch in Erwägung gezogen , habe mich dann doch für Geißblatt entschieden weil ich doch Bedenken hatte gegen den schnellen Wachstum an zu kommen. Der Kranz sieht ganz toll aus und am liebsten würde ich mir von wildwachsendem Knöterich etwas ( klauen ) darf man das überhaupt ?? Und auch so einen hübschen Kranz basteln, deine Bilder begeistern mich ! ! W e i t e r s o !

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    • fraumeise 10. März 2016 at 20:18

      Ich freue mich so, dass es dir gefällt! Geißblatt ist auch wunderschön, unserer muss erst noch richtig wachsen… Vielleicht hat er nicht den richtigen Standort und ich muss ihn mal umsetzen.
      Ach, ein bisschen vom wilden Knöterich für einen kleinen Kranz zu pflücken dürfte doch bei der Wuchsfreudigkeit nicht schaden 😉

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