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Einfache und schnell gemachte “Rankhilfe” für Zucchini

 

Bald sind die Eisheiligen vorüber und dann dürfen die frostempfindlichen Gemüsejungpflanzen endlich ins Freie gepflanzt werden! Es wird aber auch Zeit, denn ich habe es dieses Jahr gar nicht abwarten können und zu früh mit der Vorzucht der Zucchini, Gurken und Kürbisse begonnen. Die Pflanzen müssen jetzt unbedingt raus! Die Tomaten dagegen sind noch ziemlich klein und haben es nicht eilig von der Kinderstube ins Tomatenhaus zu ziehen…

Dieses Jahr habe ich etwas für den Umzug der Zucchinibabies vorbereitet und wage es – nach eingehender Beobachtung der Wettervorhersage 😉 – die Pflänzchen etwas früher raus zu setzen.

Bisher empfand ich es als ziemlich unglücklich, dass die Zucchinipflanzen in Beet am Boden entlang kriechend wuchsen und die Früchte auf feuchter Erde liegend heran reifen mussten. Einige faulten dann leider oder wurden von Nacktschnecken vertilgt!

Aus diesem Grund gibt es ab dieser Saison eine Stütze für die Zucchinipflanzen, an der sie Halt finden und – anstatt am Boden – in die Höhe wachsen können. Diese Idee habe ich mal mit einem Zylinder aus einer Bewehrungsmatte gesehen und nun habe ich eine Variante mit Bambusstäben entwickelt. Die jungen Blätter wachsen durch die großen Maschen und die Pflanze kann so nach und nach wie auf einer Leiter empor wachsen.

Das Tolle ist, dass diese Stütze super einfach und sehr schnell nachzumachen ist. Deshalb gibt es hier jetzt eine Anleitung dazu!

 

Für eine Stütze brauchst du:

  • 14 Bambusstäbe à 60 cm (oder andere stabile Stäbe, wichtig ist, dass sie möglichst gerade gewachsen sind)
  • xx schwarze Kabelbinder
  • Gartenschere
  • Seitenschneider oder eine kräftige Schere

 

 

Die Stäbe schneidest du auf eine Länge von 60 cm und verbindest je zwei der Stäbe in der Mitte über einen Kabelbinder fest miteinander. Wenn du auf diese Weise sieben Paare miteinander verbunden hast, nimmst du das erste Paar und verdrehst sie so zueinander, dass es ein X bildet. Mit dem nächsten Paar machst du es genau so und legst es an das erste X, so dass sich die Stäbe im oberen und unteren Viertel ihrer Länge überschneiden.
Achte dabei darauf, dass die oben liegenden Stäbe alle in die eine Richtung und die unten liegenden alle in die andere Richtung zeigen. In den Kreuzungspunkten werden die Stäbe über Kabelbinder fest miteinander verbunden. So legst du nun alle Stabpaare als X aneinander und verbindest sie miteinander, bis ein Gitter entsteht. Das Gitter lässt sich wie eine Ziehharmonika aufziehen.

 

 

 

 

 

 

Für die Stütze wollen wir eine Art Zylinder herstellen in dem die Pflanze empor wachsen kann. Dafür ziehst du das Gitter leicht auseinander, stellst es auf, biegst die offenen Seiten zueinander und schließt es – wieder an den Kreuzungspunkten – zu einem Zylinder. Dann verbindest du die sich kreuzenden Stäbe am oberen Rand. Erst dadurch wird die Stütze richtig stabil. Zum Schluss schneidest du die Überstände der Kabelbinder ab.

 

 

 

 

Durch die strammen Kabelbinder tendiert der Zylinder dazu sich wieder zusammenzuziehen. Das verhinderst du indem du ihn auseinander gezogen in die lockere Beeterde steckst. Idealer Weise sitzt die Pflanze, die gestützt werden soll, schon an Ort und Stelle und du kannst die Stütze einfach darüber stülpen!

Wenn die Stütze im Herbst nicht mehr gebraucht wird, kann sie einfach weggenommen, zusammengeschoben und über den Winter platzsparend eingelagert werden!

 

 

 

 

Ich bin sehr gespannt wie sich die Zucchinipflanzen in den “Leitern” machen ob sich die Theorie auch in der Praxis bewährt! 🙂

2 Comments

  • Tina 7. Mai 2018 at 6:37

    Das will ich unbedingt probieren. Da wir keinen Bambus haben, werde ich möglichst gerade Äste suchen gehen… Was für eine schöne Idee! Boah und Deine Erdbeerpflanzen sehen ja prächtig aus auf dem letzten Bild!

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    • Frau Meise 7. Mai 2018 at 7:30

      Liebe Tina, wie schön! Ich bin sehr gespannt ob sich die Zucchini-Leiter bewährt! 🙂
      Lieben Gruß,
      Marie

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