Ein Hochbeet für die nächste Saison

enthält Werbung  Sammeln sich bei euch gerade auch so viele Haufen, mit Ästen und Zweigen vom Baumschnitt, geharkten Blättern und anderen Pflanzenresten im Garten an? Diese im Herbst in Massen entstehenden Pflanzenreste kann man manchmal gar nicht komplett im Garten unterbringen, wie sonst z.B. auf dem Kompost, als Mulchdecke oder für das Igel-Winterquartier. Manchmal muss man dann doch auch etwas wegbringen. Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit: Ihr könnt sie wunderbar zum Aufsetzen von Hügelbeeten oder als Füllung für Hochbeete nutzen.

Denn genau jetzt ist die Zeit, ein Hochbeet für die nächste Saison aufzustellen! Im Laufe des Herbstes sammelt sich genug Material aus dem Garten an, das gut für die Befüllung des Hochbeets gebraucht wird. Im Spätherbst aufgesetzt, kann sich das Material mit der Zeit setzen, sodass im Frühjahr mit der Aussaat und dem Bepflanzen begonnen werden kann!

 

 

 

Hochbeete können aus verschiedenen Materialien bestehen, wie Holzbretter oder -bohlen, Metall, Gitter, Stein, Paletten, Kunststoff, Geflecht etc. Die Materialien müssen nur stabil genug sein, damit sie dem Erddruck im Innern standhalten. Je nachdem welche Qualität die Hochbeete haben und wie sie verarbeitet sind haben sie eine längere oder kürzere Lebensdauer. Eine tolle Auswahl an wunderschönen und hochwertigen Hochbeeten findet ihr z.B. bei Manufactum: Hochbeete.

 

 

 

 

Standort und Aufbau

 

Der ideale Standort für euer Hochbeet ist ein überwiegend sonniger Platz, damit Gemüse und Kräuter gut gedeihen. Kleinere Hochbeete können auch auf dem Balkon oder der Terrasse aufgestellt werden. Wenn ihr ein größeres Hochbeet aufstellen wollt, sollte es so platziert werden, dass man von allen Seiten herankommt. Wie auch bei der Einteilung von Gemüsebeeten, sollte die Tiefe des Hochbeets max. 1,20 m betragen, damit die Fläche noch bearbeitbar ist. Die Länge ist variabel, ihr müsst nur darauf achten, dass das Hochbeet stabil genug bleibt. Wenn es zu lang ist, hält es, je nach Material, dem Erddruck im Innern nicht stand – die Längsseiten werden dann auseinandergedrückt.

Die Fläche auf der das Hochbeet für die nächsten 5-6 Jahre steht, sollte einigermaßen eben sein, damit es nicht schief steht. Hat man einen geeigneten Standort gefunden, kann mit dem Aufbau begonnen werden. Falls das Hochbeet auf einer Rasenfläche stehen soll, wird die Grasnarbe in diesem Bereich abgestochen und die Grassoden werden erst mal beiseite gelegt.
Damit das Holz unten nicht zu feucht wird, wodurch es schneller verrottet, haben wir unsere Hochbeete auf eine umlaufende Ziegelsteinreihe gestellt. Gegen Wühlmäuse haben wir ein feinmaschiges verzinktes Gitter unter die Standfläche gelegt, dabei sollte man darauf achten, dass es kein Schlupfloch gibt. Hochbeete aus Holz sind besonders anfällig bei Feuchtigkeit, deshalb macht es Sinn, die Wände mit einer Teich- oder Noppenfolie auszukleiden. Der Boden muss dabei unbedingt frei bleiben, damit sich das Wasser nicht staut. Wir haben unsere Hochbeete mit einer dicken Teichfolie ausgekleidet und oben am Rand mit Drahtklammern befestigt.

 

 

 

 

 

Befüllung

 

Jetzt können die Hochbeete endlich gefüllt werden! Dies erfolgt in Schichten, die sich von groben zu feinem Material bewegen. Die unterste Schicht enthält die gröbsten Bestandteile, da sie als Drainageschicht funktioniert und für die Durchlüftung des Hochbeets sorgt. Danach folgen mittelgrobe bis feinere Schichten, bis ganz oben Gartenerde oder Feinkompost den Aufbau abschließt.

 

 

 

 

  1. Die erste Schicht bildet grobes Material, wie kleine Äste, Zweige, Wurzeln und grobes Häckselgut. Diese Schicht sollte in etwa 30 cm hoch sein. Zwischendurch sollten die Äste und Zeige gut festgetreten werden, da zwischen ihnen viel Hohlraum entsteht und die Schicht sich später noch stark setzt. Diese unterste Schicht sorgt für die Drainage und die Durchlüftung des Hochbeets.
  2. Auf die Gehölzschicht werden die Grassoden mit der Wurzelschicht nach oben gelegt. Das hat den Vorteil, dass die feineren Materialien nicht nach unten rieseln und so die Gehölzschicht verdichten. Außerdem geben verrottete Grassoden später auch viele Nährstoffe ab. Darauf kann eine dünne Schicht aus Rasenschnitt, Heckenschnitt oder Stroh verteilt werden.
  3. Es folgt eine 30 cm dicke Schicht aus feuchtem Laub, Häckselgut oder groben Pflanzenresten. Wenn ihr alles zur Verfügung habt, könnt ihr es auch gerne mischen! Ihr solltet nur darauf achten, keine kranken Pflanzenteile oder schwer zersetzbares Laub zu verwenden. Auch pflanzliche Küchenabfälle eignen sich hier sehr gut.
  4. Die 4.Schicht bildet halbreifer Kompost, etwa 15cm hoch, den ihr eurem Komposthaufen entnehmt. So gelangen auch schon die ersten Regenwürmer in euer Hochbeet! Wenn es euch möglich ist, verrotteten Stallmist zu bekommen, könnt ihr auch diesen einsetzen. Für mich ist es in der Stadt und ohne Anhänger aber nicht so einfach, weshalb ich auf meinen Komposthaufen zurückgreife.
  5. Als letzte Schicht wird feine Kompost- oder torffreie Gartenerde in das Hochbeet gefüllt. Diese Schicht sollte auch ca. 15cm dick sein. Falls bis zum Rand noch Platz ist, kann auch gerne mehr eingefüllt werden, bis etwa 5-7 cm unterhalb vom Rand.

 

 

Anschließend wird die Erde mit Laub oder anderen Mulchmaterialien abgedeckt, damit sie über die Wintermonate geschützt ist.

Bis zum Frühjahr setzen sich die Schichten noch, sodass vor der Aussaat oder Bepflanzung noch Feinkompost oder Gartenerde aufgefüllt werden muss. Mit der Zeit kompostieren alle Bestandteile im Innern des Hochbeets und die Schichten sacken ab, sodass regelmäßig Erde nachgefüllt werden muss.
Nach etwa 5-6 Jahren sind alle kompostierbaren Bestandteile verrottet und das Hochbeet muss neu aufgesetzt werden.

 

 

 

 

Vorteile Hochbeet

 

Ein Hochbeet bietet viele Vorteile, die das Gärtnern einfacher machen! Vor allem wenn man gerne etwas Gemüse selbst anbauen möchte und Gartenanfänger ist, wenig Platz oder keine Lust auf ein großes Gemüsebeet hat – der eigene Anbau gelingt so eigentlich immer!
Hochbeete können fast überall aufgestellt werden, auch dort wo gar keine Erde ist oder wo die Erde nicht nutzbar ist, weil sie beispielsweise kontaminiert ist, wie auf vielen brachliegenden Grundstücken, asphaltierten Flächen oder Flachdächern in der Stadt.
Aufgrund des Inhalts aus Pflanzenresten, Kompost und hochwertigem Substrat erhält man besonders gute Ernteerträge. Im Frühjahr erwärmt sich die Erde im Hochbeet durch den Kompostierungsprozess der im Innern stattfindet schneller und es kann früher bepflanzt und geerntet werden.
Durch die erhöhte Arbeitsfläche können alle Arbeiten stehend, knie- und rückenschonend erledigt werden. Und ganz wichtig: Die Schnecken finden den Weg nach oben nicht so leicht!

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Manufactum entstanden. So schreibe ich z.B. regelmäßig zu einem Thema aus dem Manufactum Gartenjahr. Das Manufactum Gartenjahr ist ein Arbeitskalender in dem, in Monate eingeteilt, Tipps für fast alle Themen im Garten zu finden sind!

 

 

 

1 Comment

  • Janina 4. Dezember 2018 at 14:28

    Sie sehen total klasse aus! Für nächstes Jahr steht bei uns nämlich die komplette Gartengestaltung an. Danke für den tollen Artikel!

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