i build this garden for us

Blind-Date Edition #5

 

Was kommt dabei heraus, wenn sich 14 BloggerInnen zu einem festlegten Song Gedanken machen und die entstandenen Beiträge zeitgleich ins Internet stellen? Unter dem Motto „I Build This Garden For Us“ hat jede/r von uns einen Beitrag zu dem gleichnamigen Song von *Lenny Kravitz* geschrieben.

Wir wissen nicht was die Anderen geschrieben haben, es gab keine inhaltliche Abstimmung und wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis!

 

Mit dabei sind:

Gartenbaukunst Beetkultur Der kleine Horrorgarten Karo-Tina aldente Cardamonchai Milli Bloom Rienmakäfer Garteneuphorie Seaside-Cottage Garteninspektor Faun und Farn Laubenhausmädchen Mrs.Greenhouse

…und ich! 🙂

Viel Spaß beim Lesen!

Diesen Beitrag möchte ich unseren neuen Bewohnern im Schrebergarten widmen: Den Bienen.

Sie sind vor einigen Wochen als kleines Volk in einer roten Kiste angereist und stehen unter der Obhut von Herrn Biene. Herr Biene ist Imker und kam mit der Frage auf mich zu, ob ich mir vorstellen könne, Bienen bei uns aufzunehmen. Wir hatten tatsächlich schon vorher darüber nachgedacht, unseren Garten nicht nur für Wildbienen, sondern auch für Honigbienen zur Verfügung zu stellen – ohne selbst Imker zu werden – und so war die Sache ziemlich schnell klar!
Im Nu stand das kleine schwedenrote Holzhäuschen auch schon direkt an unserer Wildblumenwiese und die fleißigen Bienchen konnten nach einer kurzen Eingewöhnung gleich an den gedeckten Tisch vor ihrer Haustür.

 

 

 

 

Aber erst mal zurück zum Titel dieses Beitrags: “I Build This Garden For Us”

Im Lied beschreibt der Sänger einen Garten, den er als seinen Zufluchtsort erschaffen will, ein Ort, an dem alle in Frieden miteinander leben, an dem Kinder aufwachsen und Erwachsene alt werden können. An diesem Ort gibt es keinen Rassismus und keinen Krieg.

Auch wir alle haben unseren Gärten nicht nur für uns allein erschaffen – ob bewusst oder unbewusst – er ist Lebensraum für zahlreiche Insekten, Vögel, Kleintiere und auch Honigbienen. Ein Zufluchtsort inmitten der Stadt.
Und gerade Bienen, ob Wild- oder Honigbienen brauchen heutzutage einen solchen Zufluchtsort!
Sie sind von Pestiziden, Futterknappheit und Lebensraumverlust bedroht und es geht ihnen inzwischen in der Stadt oft besser als auf dem Land.

 

 

 

 

 

 

 

Die Bienen haben sich mittlerweile sehr gut eingelebt, auch wenn die Arbeit sofort begann: Das Futter für den Winter musste gesammelt, es musste für Nachwuchs gesorgt und der Wintervorrat musste gegen Angreifer verteidigt werden. Es ist schon beeindruckend, wie die kleinen Bienchen das als Gemeinschaft schaffen!

Der Bienenstock besteht jetzt am Anfang nur aus dem Brutraum, in dem der Nachwuchs herangezogen und der Vorrat für den Winter gesammelt wird. So kann das Volk erst mal wachsen und gestärkt in den Winter starten. Im nächsten Frühjahr wird das Häuschen aufgestockt und der Honigraum wird auf den Brutraum gesetzt.

Kürzlich durfte auch ich mich als Imkerin probieren! Auch wenn der schicke Imkeranzug und die Handschuhe mir ein wenig zu groß sind und ich deshalb ein vermindertes Feingefühl hatte – eine Biene hat sich geopfert, sie stach zu, weil mein Handschuh sie bedroht hatte – machte es doch großen Spaß! Die Bienen waren aber auch sehr brav, muss ich dazu sagen 🙂

 

 

 

 

 

Noch in diesem Jahr zieht ein zweites Volk bei uns ein. Es sollte eigentlich schon hier sein, aber es war die letzten Wochen einfach zu heiß, um die Bienen zu transportieren.

Herr Biene hat uns sogar schon Honig mitgebracht! Zwar nicht direkt von “unseren” Bienen, aber von deren fleißigen Schwestern! Eine ganz besondere Köstlichkeit!

Auch wenn unser Garten nur ein kleiner Beitrag für das Überleben der Bienen ist, haben wir ein wenig das Gefühl, diesen Zufluchtsort nicht nur für uns selbst erschaffen zu haben, sondern ihn friedlich mit vielen tausend Lebewesen zu teilen!

 

 

 

8 Comments

  • Krümel 23. August 2018 at 9:48

    Hallo Marie,
    durch Zufall bin ich auf Deinen Blog gestoßen und lese diesen Artikel.
    Ich finde das wunderbar! Zwar sehe ich (und unser Nachbar, selbst Imker) es kritisch, wenn sich jeder “Laie” ein eigenes Volk auf dem Balkon hält, aber den eigenen Garten zu Verfügung zu stellen und so einen Beitrag zum Erhalt der Bienen zu leisten finde ich großartig. Leider ist auch mein Garten winzig klein, trotzdem achte ich darauf, viel Futterangebot für Bienen und Hummeln zu Verfügung zu stellen und die verschiedenen Wildbienen- und Hummelarten die sich über den Sommer hier tummeln machen mich stolz. Ist es nicht einfach herrlich dem fleißigen Gesumme zuzuhören? Das ist doch der “Sound of summer”.
    Viele Grüße,
    Krümel

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  • Dani 23. August 2018 at 8:28

    Liebe Marie,
    bin beeindruckt von deinen Bienen und den wunderschönen Fotos, die du uns zeigst. Ich habe zwar keine Bienenzucht, aber es ist sehr reizvoll. So versuche ich alles, um einen bienenfreundlichen Garten zu gestalten und erhalten. Freue mich auch schon auf weitere Berichte von dir.
    Liebe Grüße, Dani

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  • Bianca 22. August 2018 at 9:19

    Es ist toll, dass du den Bienen ein neues Heim mit viel Futter bietest. Ich möchte das auch machen, sobald mein Garten fertig umgestaltet ist.
    Liebe Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

    Reply
  • Beate | Seaside-Cottage 20. August 2018 at 13:36

    Hallo Marie,
    Auf die Idee mit den Bienen sollten mehr Gärtner kommen. Finde ich super!
    Mein Garten ist leider zu klein für eine Wildblumenwiese, aber ich achte schon darauf, bienen- und insektenfreundlich zu gärtnern. Für das nächste Jahr habe ich mir vorgenommen, noch mehr Bienenfutter in die Lücken zu pflanzen.
    Liebe Grüße, Beate

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  • Kirsten Himmel 18. August 2018 at 23:50

    Hallo Marie, ich bin beeindruckt, wie vielfältig so ein Schrebergarten genutzt werden kann. Ich verfolge die Umsetzung eurer Gartenprojekte immer voller Spannung und mit Freude. Einiges davon hat mich so begeistert, dass ich es sofort nachgebaut oder ausprobiert habe. Meist gelingt es mir nicht so perfekt, aber immerhin ist das Ergebnis geprägt von meiner „persönlichen Note“ und manchmal entsteht dabei auch etwas völlig Neues.
    Nun zum Bienenprojekt – was für eine gute Idee und euer Garten, einfach der ideale Ort für die kleinsten Nutztiere der Welt! Die Fotos von den Bienen auf den Borretschblüten gefallen mir besonders gut!
    Ich wünsche dir viel Freude mit den neuen Gartenbewohnern!

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  • Simona Kaminski 18. August 2018 at 21:38

    Liebe Marie,
    was für ein schöner Ort für die Bienen!
    Ich finde es toll, dass ihr so einen wertvollen Beitrag gegen das Aussterben der Bienen leistet. Ich bin ebenfalls gespannt, wie sich die neuen Bewohner bei euch entwickeln. Ich drücke die Daumen für dieses großartige Projekt!

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  • Anja 18. August 2018 at 16:11

    Liebe Marie,
    deine Wildblumenwiese ist wunderschön. Großartig, dass du sie mit den Bienen teilst 🙂
    Liebe Grüße
    Anja aus dem kleinen Horrorgarten

    Reply
  • Björn 18. August 2018 at 14:13

    Hi Marie,
    es freut mich tierisch, dass es bei Euch funktioniert hat mit den Bienen. Ich habe selbiges Experiment auch gestartet in diesem Jahr und es ging komplett in die Hose. Die Bienen waren irgendwie aggro drauf und selbst der Imker ratlos. Laute Straße? Standort? … oder doch die Nachbarn? Man weiß es nicht genau. Auf jeden Fall mussten die dann leider wieder weg 😦 Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut und kann von daher Deine Freude und Begeisterung sehr gut nachvollziehen.
    Viel Spaß mit den Bienen und berichte bitte weiter darüber!
    Liebe Grüße
    Björn

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