Schrebergarten – wie fange ich an?

Hast du auch diesen Traum von einem Schrebergarten?


Ein Garten, in dem du nach einem harten Tag entspannen kannst, die Ruhe genießt… Ein Beet in dem du dein eigenes Gemüse anbaust – erntest – kochst oder einmachst…

Ein Fleckchen Grün mitten in der Stadt, wo du auf der Wiese liegst und dich sonnst, wo du deine Kinder spielen lassen kannst…
Eine Laube, in der du das Wochenende verbringst und in den Abendstunden nach der Gartenarbeit mit Dreck unter den Fingernägeln dein Feierabendbierchen genießt…
Ein Sommerabend mit deinen Freunden an einer Tafel im Garten mit Grill, Musik und Lichtern…

 

 

 


Aber wie erreicht man diesen Traum?


Auf Instagram habe ich vor einigen Tagen eine Frage-Aktion gestartet, in der ihr eure Fragen zum Thema “Schrebergarten” stellen konntet. In euren zahlreichen Fragen, unter denen auch viele allgemeine Gartenthemen waren, haben sich folgende Fragen immer wiederholt:

 

“Wie komme ich an einen Schrebergarten?”

“Worauf sollte man vor der Übernahme achten?”

“Wie fängt man an?”

“Mit welchen Kosten muss man am Anfang rechnen?”

“Wie viel Zeit investierst du?”

“Anbau von Obst und Gemüse im Kleingarten”

 

Diese Fragen möchte ich gerne nach und nach beantworten und auch aufzeigen, dass der Traum von einem Schrebergarten nicht nur Entspannung, sondern durchaus auch harte Arbeit bedeuten kann!  

In diesem Beitrag geht es darum, wie ihr Schrebergärtner werdet!

Da es sicherlich noch sehr viel mehr Fragen zum Thema gibt, könnt ihr sie mir unten im Kommentarfeld stellen, dann werde ich sie in die Beitragsreihe “Schrebergarten” mit aufnehmen.
Weitere Fragen zum heutigen Thema “Wie bekomme ich einen Schrebergarten?” beantworte ich direkt in den Kommentaren unter diesem Beitrag.

 

©Ulrike Schacht

 

Wie komme ich an einen Schrebergarten?

 

Inzwischen ist es gar nicht mehr so einfach, einen Schrebergarten zu bekommen. Gerade in den Großstädten werden Kleingärten immer beliebter!  

Setzt euch vor der Suche Prioritäten: Entfernung des Kleingartengebiets (je weiter weg, desto seltener schafft man es in den Garten zu fahren), Größe der Parzelle, wie viel Arbeit willst und kannst du investieren, etc.
Unser Garten liegt z.B. 20 Minuten mit dem Rad von unser Wohnung entfernt, da fährt man auch mal abends unter der Woche hin um ein bisschen auszuspannen.

Am besten seht ihr euch erstmal alle infrage kommenden Kleingartengebiete in eurer Gegend an und wählt die Vereine aus, die euch auf den ersten äußerlichen Eindruck zusagen – Parzellengröße, die evtl. zukünftigen Mitgärtner in der Kolonie, das Erscheinungsbild der Gärten… Was aus meiner Sicht sehr wichtig ist, um sich für einen Garten zu entscheiden.
Erkundigt euch auch bei Freunden oder Bekannten, die evtl. schon Kleingartenbesitzer sind, nach der Kolonie und dem Verein und sucht dann aus, ob dieser zu euch passt!

Bei den von euch ausgewählten Vereinen solltet ihr euch auf die Anwärterliste setzen lassen, um schon mal einen Fuß im Verein zu haben. Dafür geht ihr zur Sprechstunde des jeweiligen Vereins und füllt die entsprechenden Formulare aus. Um sich auf die Warteliste setzen zu lassen, müsst ihr in dem jeweiligen Verein auch Mitglied werden und einen Mitgliedsbeitrag sowie evtl. eine einmalige Aufnahmegebühr entrichten. Erkundigt euch vorher über die Höhe der Kosten, die bei einer Aufnahme auf euch zukommen. Bei der Aufnahme könnt ihr auch eine Wunschparzelle angeben, falls ihr schon einen Garten ins Auge gefasst habt.

Das ist der offizielle Weg und es dauert mitunter einige Jahre bis ihr so einen eigenen Schrebergarten gefunden habt! Jedenfalls in Hamburg und Berlin…

Es gibt aber einige Möglichkeiten, die lange Wartezeit etwas zu verkürzen, sobald ihr euch in der Anwärterliste habt eintragen lassen. Dafür müsst ihr selbst aktiv werden und dürft nicht auf die Vereine warten:

 

Mit Schrebergärtnern in Kontakt treten

Haben Bekannte von euch einen Kleingarten, können sie sich in ihrem Verein für euch umhören, ob dort eine Parzelle frei ist oder wird und beim Verein schon mal ein gutes Wort für euch einlegen.

Es schadet auch nicht, andere Schrebergärtner in einem von euch favorisierten Verein anzusprechen, ob sie von einer Parzelle wissen, die frei ist oder bald frei wird.

 

Auf Aushänge der Vereine achten

Viele Vereine machen Aushänge in der Kolonie zu freien Parzellen und stellen sie manchmal auch online. Einige Landesverbände haben auch Portale auf denen freie Parzellen inseriert sind.

 

Auf Ebay Kleinanzeigen o.ä. nach Angeboten suchen

Es gibt zahlreiche Inserate auf verschiedenen Plattformen. Die Pächter stellen ihre Gärten oft online, um mehr Interessenten zu erreichen und so den Preis zu erhalten, den sie sich vorstellen.

Wenn ihr einen Kleingarten in Eigeninitiative gefunden habt und euch mit dem Vorpächter einig geworden seid, könnt ihr mit eurem Wunsch, diesen Garten zu übernehmen, an den Verein herantreten. Mit etwas Glück könnt ihr diesen Garten übernehmen. Vorausgesetzt, ihr seid Mitglied in diesem Verein. Diese Vorgehensweise erleichtert dem Verein die Vermittlungsarbeit und deshalb gelingt sie auch öfter mal.

 

So, jetzt beginnt die Suche für euch! Ich wünsche viel Erfolg 🙂

Stellt mir gerne Fragen zum Thema unten im Kommentarfeld.

 

 

 

3 Comments

  • Bianca 27. März 2019 at 12:17

    Ein toller Beitrag. Ich bin im Schrebergarten meiner Großeltern groß geworden, den dann auch meine Eltern übernommen haben. Hier auf dem platten Land sind viele Parzellen frei, weil Schrebergärten einfach weniger interessant sind, als sie es hier vor der Wende waren. Ich hoffe, dass auch hier bald eine Trendwende einsetzt.
    Liebe Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

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  • Aldona 26. März 2019 at 17:29

    Danke für tolle Tipps!
    ich hätte eine Frage bezüglich erste Schritte mit Gartenboden. Habt ihr euren Garten komplett umgegraben und Rasenfläche erneuert? Habt ihr frische Gartenerde bestellt oder ist es möglich von Verein zu bekommen?

    Reply
    • Frau Meise 26. März 2019 at 19:35

      Liebe Aldona, vielen Dank für deine Frage! Gerne schreibe ich ausführlicher zu dem Thema in einem der folgenden Beiträge. Hier schon einmal vorab: Unser Garten war in einem verhältnismäßig gutem Zustand. Wir mussten den Boden nicht austauschen. Den Rasen haben wir vertikutiert und nachgesät und den Boden des neu angelegten Gemüsebeets mit Kompost aufgebessert. Das hat sehr gut geklappt! LG

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