die neue kinderstube

Endlich werden die Tage frühlingshafter und der Gemüsegarten kann wieder beackert werden. Die späten Wintertage waren ja nicht mehr auszuhalten! Den Zwangsaufenthalt im Haus habe ich genutzt, um ordentlich vorzuziehen und mir so einen Vorsprung gegenüber dem verspäteten Frühling zu verschaffen!

Auch im Gärtnerhäuschen hat sich so einiges getan und die Baustelle “Kinderstube” ist fertig! Die Minusgrade scheinen erstmal vom Frühlingswetter vertrieben worden zu sein und so dürfen die Pflänzchen jetzt endlich von der Fensterbank ins Gewächshaus umziehen.

 

 

 

Wie im letzten Beitrag zum Gärtnerhäuschen beschrieben, haben wir den hinteren Teil des Häuschens, das Gurkenbeet, für ein temporäres Gewächshaus geschlossen. Es kann bequem vom Weg aus bedient werden. Wenn die Gurken und Tomaten raus dürfen, wird die Wand abgebaut und bis zum nächsten Frühjahr eingelagert.

Entgegen dem Plan, die Rahmen und Türen des Gewächshauses mit Folie zu bespannen, haben wir uns für dünne Stegplatten entschieden. Diese sind stabiler – was besonders für die Einlagerung praktisch ist – und dämmen zumindest ein wenig.

 

 

 

 

Das Regalbrett hängt wie eine Schaukel an Seilen im Inneren und besteht aus ineinander gesteckten und miteinander verbundenen Rauhspundbrettern. Wenn es nicht mehr gebraucht wird, hänge ich es einfach wieder ab! Bis dahin schaukeln die Pflänzchen im warmen Inneren des Häuschens.

 

 

 

 

Auch technisch hat das Gewächshaus einiges zu bieten: Da es im Vorfrühling doch auch noch empfindlich kalt werden kann, haben wir eine strombetriebene Heizung eingebaut, die über einen Thermostat gesteuert wird. Sobald die Temperaturen unter 0°C fallen, springt die Heizung an. Da ich aber geplant habe, die Pflänzchen erst gegen Ende Februar ins Gewächshaus umzusiedeln, wird sich der Stromverbrauch in Grenzen halten. Wenn – wie dieses Jahr – abzusehen ist dass sich die kalten Tage hartnäckig halten, bleiben die Pflänzchen noch länger auf der Fensterbank. Ich habe sie dieses Jahr erst Ende März in ihre neue Wohnung gebracht!

 

 

 

Auch für den Fall, dass es zu heiß wird im Häuschen haben wir eine Lösung: Der mittlere obere Rahmen wurde zum Fenster umfunktioniert, das von einem automatischen Fensteröffner bedient wird. Dieser Öffner reagiert auf Temperaturschwankungen im Gewächshausinneren und funktioniert ganz ohne Strom. Ich kannte solche Fensteröffner zuvor nicht und bin ganz begeistert! Die Pflänzchen wären alle schon längst tot ohne den automatischen Öffner – auch jetzt schon steigen die Temperaturen bei sonnigem Wetter und ohne Lüftung locker auf 50°C!

 

 

 

Auch mein Arbeitsplatz auf der Rückseite des Gärtnerhäuschens wurde endlich eingeweiht! Hier topfe ich die Pflänzchen um und kann mich, dank des Terrazzowaschbeckens, richtig austoben! Wenn ich fertig bin, wird einfach alles weg gespült! 🙂

 

 

 

 

Die Dicken Bohnen und die Zuckerschoten sind bereits ins Beet umgezogen, das ist auch ganz gut so, denn es herrschte tatsächlich schon ein wenig Platzmangel! 🙂
Sobald der Kohl, der Mangold, der Salat etc. groß genug sind, werden auch sie umgesiedelt. Nur die Tomaten, die Gurken, die Zucchini und der Kürbis bleiben bis Mitte Mai im Häuschen. Dann wird die Gewächshauswand abgebaut und bis zum nächsten Frühjahr eingelagert.

 

 

 

3 Comments

  • bhs 13. April 2018 at 11:48

    Moin Frau Meise,

    als stille Verehrerin Ihres Blog, muss ich heute mal einen Kommentar schreiben. Ich freue mich jedesmal wenn ich bei Ihnen vorbeischaue und denke, wenn ich eine Garten in Hamburg hätte, dann einen wie Ihren. Ihr Blog macht einfach gute Laune und selbst für meinen Balkon ist die eine oder andere Anregung nützlich.

    Ihnen ein gartenfreundliches Wochenende
    bhs

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  • Sarah 9. April 2018 at 20:02

    superschön!! Gefällt mir sehr gut und die Aufhängung ist echt eine Spitzenidee!

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    • Frau Meise 12. April 2018 at 9:48

      Oh danke, liebe Sarah! 🙂

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